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Fast Fashion bei Pflanzen? Nicht mit Plantamon

8,7 Milliarden Euro Umsatz generierte der Markt für Blumen und Pflanzen im Jahr 2018 allein in Deutschland (Statista)1. Doch trotz des grünen Daumens der Deutschen achten bei Weitem nicht alle Pflanzenfans auf die Nachhaltigkeit ihrer Lieblinge. Die Herkunft spielt dabei eine große Rolle. Beispielsweise sind die Niederlande Importland Nummer eins für Rosen – die folgenden Plätze belegen aber direkt schon Länder wie Kenia und Gambia. Ein Blick auf die Herkunft von beispielsweise Topf- und Schnittrosen kann also einen großen (CO2)-Unterschied machen. Was sind aber weitere Faktoren für nachhaltige Zimmerpflanzen?

 

Nachhaltige Zimmerpflanzen: Auf diese Faktoren kommt es an

ob es sich um nachhaltige Zimmerpflanzen handelt, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Wird die Raumbegrünung von fern ab importiert, ist sie selten nachhaltig. Dabei können Umweltschützerinnen und Umweltschützer ganz einfach die eigenen Räume mit nachhaltigen Zimmerpflanzen bestücken. Die folgenden Aspekte helfen Ihnen bei einer ökologischen Wahl:

  • Stammen die Pflanzen aus regionaler Züchtung?
  • Wie wurden sie angebaut beziehungsweise unter welchen Bedingungen?
  • Wurden die Pflanzen mit Pestiziden behandelt?
  • Wie setzt sich die Pflanzenerde zusammen, die Sie verwenden?
  • Aus welchem Material ist der Topf der Pflanze?

Nachhaltige Zimmerpflanzen mit Siegel kaufen

Zimmerpflanzen verkaufen sich besonders gut, wenn sie gut aussehen. Hinzu kommt, dass die große Nachfrage nach Zierpflanzen eine schnelle Aufzucht erfordert. Und dafür wird mitunter durch Pestizide und Fungizide gesorgt.

Vor allem bei günstigen Angeboten in Super- und Baumärkten sollten Verbraucherinnen und Verbraucher genauer hinsehen. Zum Glück existieren verschiedene Siegel: Sie informieren über Anbau, Nachhaltigkeit und Herkunft der Pflanze. Die folgenden Labels von Anbauverbänden kennzeichnen nachhaltige Zimmerpflanzen:

  • Demeter
  • Naturland
  • EU-Biosiegel

Nachhaltige Zimmerpflanzen aus der Biogärtnerei

Doch nicht jeder hat Lust, sich durch den Siegel-Dschungel zu kämpfen, um einen eigenen zu Hause zu haben- hier wollen wir Abhilfe schaffen.

Die eigene Anzüchtung mit entsprechenden Samen ist zwar möglich; aber manchmal soll es eben auch schon direkt eine entsprechend große Zimmerpflanze sein – und das kann dann nur der Biogärtner oder die Biogärtnerin bieten. Außerdem unterstützten Sie mit dem Kauf Ihrer nachhaltigen Zimmerpflanzen in der Biogärtnerei ein kreatives umweltfreundliches Handwerk.

Die richtige Erde für nachhaltige Zimmerpflanzen

Auch hierbei kann ein weiteren Beitrag für nachhaltige Zimmerpflanzen leisten. Achte beim Kauf von Erde darauf, dass diese frei von Torf ist. Dieser wird nämlich jahrhundertealten Hochmooren entnommen. Der Abbau von Torf zerstört somit die Lebenswelt zahlreicher Pflanzen und Tiere. „Auch fürs Klima ist der Torfabbau schlecht: Durch die Entwässerung der Feuchtgebiete entweicht CO2, außerdem entfällt ein wertvoller Speicher für das Treibhausgas“, schreibt das Umweltbundesamt in einer Meldung im März 2018.

Torfabbau schädigt die komplexen und wichtigen Ökosysteme der Moore sehr. Beim Kauf von Blumenerde sollte man daher darauf achten, dass kein Torf enthalten ist.

Als umweltfreundliche Alternative gilt auf den ersten Blick auch Pflanzenerde aus Kokosfasern. Diese enthält nämlich keinen Torf. Allerdings ist hier Vorsicht geboten, wenn die Kokoserde keine entsprechenden Siegel oder Zertifikate vorzeigen kann. Dann ist sie unter Umständen nämlich alles andere als nachhaltig. Ein Grund dafür ist, dass der Anbau von Kokospalmen mitunter auf Plantagen im Regenwald stattfindet und die Abholzung des Waldes dem Klima schadet. Hinzu kommt unter Umständen die Enteignung der Bewohnerinnen und Bewohner vor Ort für die Erweiterung des Anbaugebiets. Letzteres kann natürlich durch den bewussten Kauf von Fairtrade-Kokos-Erde vermieden werden. Die enormen CO2-Emissionen, die beim Import vom Anbauland in den heimatlichen Blumentopf entstehen, existieren jedoch weiterhin.

Pflanzenschutz für nachhaltige Zimmerpflanzen

Ob Sie nun selbst den grünen Daumen geschwungen oder die Pflanze in der Biogärtnerei Ihres Vertrauens gekauft haben – die grünen Lieblinge sollen möglichst lange gesund bleiben. Und dafür braucht es nicht immer die Chemiekeule.

Der BUND stellt eine Übersicht ökologischer Pflanzenschutzmittel zur Verfügung; zwar liegt der Fokus auf Gartenpflanzen, allerdings können Pflanzenextrakte aus Tee, selbst hergestellten Brühen und Jauchen auch bei Zimmerpflanzen Wunder wirken.

Aber auch andere Hausmittel können bei Krankheiten und Wehwehchen helfen. Ein häufiges Problem bei Zimmerpflanzen ist beispielsweise der Befall durch die Trauermücke. Um die nervigen Tierchen in ihre Schranken zu weisen gibt es verschiedene Tricks. Einer davon: Einfach die Pflanze umtopfen oder eine dicke Schicht Sand oben auftragen. Das verhindert, dass die weiblichen Tiere ihre Eier erneut in der Erde ablegen können.

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